Aktionstag "Schulen für Afrika" in Wuppertal
Interview mit Renate Renker, Leiterin der UNICEF-Gruppe in Wuppertal
Juli 2010
Bunte Fußballschuhe in Wuppertal
Wie sieht die Fahne von Nigeria aus? Auf zumindest einem Fußballschuh kann man sie in Wuppertal entdecken. Die zweckentfremdeten Fußballschuhe sorgten auf dem Aktionstag „Schulen für Afrika“ für Begeisterung. 22 Mitglieder arbeiten in der Wuppertaler UNICEF-Arbeitsgruppe daran, die Situation für Kinder auf der ganzen Welt zu verbessern. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist Bildung und damit auch das Projekt „Schulen für Afrika“. Mit Renate Renker hat die Gruppe eine engagierte Leiterin. Kein Wunder, denn sie hat sich nach vielen Reisen durch Asien, wo sie viel Leid gesehen hat, ganz bewusst für dieses Engagement entschieden. Wie hat sie den Aktionstag erlebt?
UNICEF: Wie ist der Aktionstag "Schulen für Afrika" in Wuppertal gelaufen?
R. Renker: Wir standen direkt vor dem Rathaus. Im Rahmen eines Afrika-Projekts haben die Schüler einer Wuppertaler Realschule Schulstühle bemalt, beschrieben oder beklebt. Daneben hatten die Schüler alte Fußballschuhe gestaltet. Dabei sind richtige Kunstobjekte entstanden: Die Kinder haben die Schuhe bunt lackiert, mit Palmen bepflanzt oder mit den Flaggen afrikanischer Länder bemalt. Am Aktionstag waren die Stühle und Fußballschuhe ausgestellt, und an einer Torwand konnte jeder seine fußballerischen Fähigkeiten ausprobieren. Im Rathaus lief gleichzeitig eine UNICEF-Ausstellung, auf die wir die Leute hingewiesen haben.
UNICEF: Was ist sonst noch im WM-Jahr passiert?
R. Renker: Wir haben vor allem Sponsoren-Läufe veranstaltet: Die Schüler laufen und pro Runde werden von einem Sponsor Gelder gespendet. Durch unsere sehr gute Vernetzung mit den Schulen vor Ort klappt das immer sehr gut. Wir gehen vorab in die Klassen und informieren die Kinder, damit die auch wissen, wofür sie laufen. Die sind danach natürlich immer wesentlich motivierter! Die gestalteten Fußballschuhe wurden in den Schaufenstern von Geschäften in der Innenstadt gezeigt, die Schulstühle sind in unserem eigenen Schaufenster zu sehen.
UNICEF: Welche Bedeutung hat das Projekt "Schulen für Afrika" für Sie und die Arbeitsgruppe?
R. Renker: "Schulen für Afrika" und das Thema Bildung sind der Schwerpunkt unserer Arbeit. Nur über Bildung kann die Situation verbessert werden und kann man Zukunft gestalten. Dass versuchen wir auch in unserer engen Zusammenarbeit mit den Schulen immer wieder zu verdeutlichen. Wir versuchen die Kinder darauf zu sensibilisieren, dass es eben nicht selbstverständlich ist, zu lernen. Wenn die Kinder in diesem Bewusstsein aufwachsen, werden sie auch als Erwachsene empfänglich und engagiert sein.

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