Wichtige Fakten und Zahlen
Nach Angaben der Vereinten Nationen sind 72 Millionen Kinder weltweit nicht eingeschult,
45,5 Millionen davon in Afrika südlich der Sahara. UNICEF rechnet damit, dass insgesamt etwa 101 Millionen Kinder, die formal zur Schule gehen sollten, derzeit den Unterricht nicht besuchen können. Sie brechen zum Beispiel die Schule schon nach kurzer Zeit wieder ab, machen keinen Abschluss oder können wegen bewaffneter Konflikte nicht zur Schule gehen.
Krieg und Krisen
UNICEF schätzt, dass zwei Drittel der Kinder, die weltweit nicht zur Schule gehen, in Krisengebieten aufwachsen. Diese Kinder sind meist besonders von Armut und Unterernährung betroffen. Viele werden auf der Flucht von ihren Eltern getrennt. Viele Flüchtlingskinder haben psychische Probleme und Lernschwierigkeiten und erhalten wenig Hilfe und Förderung.
Mädchen sind benachteiligt
In West- und Zentralafrika sowie in Südasien sind Mädchen bei der Grundbildung weiterhin klar benachteiligt. 57 Prozent der Mädchen und 64 Prozent der Jungen sind in West- und Zentralafrika eingeschult, in Südasien sind es 79 Prozent der Mädchen und 83 Prozent der Jungen. Insgesamt haben sich die Einschulungsraten von Jungen und Mädchen jedoch angenähert. Derzeit sind weltweit 54 Prozent der Kinder, die nicht eingeschult werden, Mädchen.
Analphabetismus
759 Millionen Erwachsene können nicht lesen und schreiben. Das sind etwa 16 Prozent der Weltbevölkerung.
Kinderarbeit
Kinderarbeit ist einer der Hauptgründe dafür, dass Kinder nicht zur Schule gehen. Nach Schätzungen von UNICEF müssen 150 Millionen Kinder zwischen 5 und 14 Jahren arbeiten, viele von ihnen unter ausbeuterischen Bedingungen.
Bildung rettet Leben
Kinder, deren Mütter lesen und schreiben können, sterben wesentlich seltener vor ihrem fünften Geburtstag als Kinder, deren Mütter Analphabetinnen sind. Denn Mütter mit Grundschulbildung wissen mehr über Gesundheit und haben mehr Möglichkeiten, sich Rat und Unterstützung zu holen.

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