Ehrenamtlich aktiv für UNICEF
Studenten machen mobil
An vielen Universitäten engagieren sich Studentinnen und Studenten in UNICEF-Arbeitsgruppen für die Kinderrechte - oft in eigenen Hochschulgruppen. Jochen Ahlswede ist seit drei Jahren ehrenamtlich in der Hochschulgruppe Hamburg aktiv. Ursprünglich kommt der 23-Jährige aus Münster.
Jochen Ahlswede ist seit drei Jahren ehrenamtlich in der Hochschulgruppe Hamburg aktiv.
"Ich wollte mich immer engagieren", sagt Jochen Ahlswede, "aber nicht für eine politische Partei. Das ist mir inhaltlich zu festgelegt." Das besondere Interesse des Physikstudenten gilt der Entwicklungspolitik. Dass er zu UNICEF kam, war eher ein Zufall: "In der 12. Klasse hat mich eine Mitschülerin über den Grußkartenverkauf zu UNICEF gebracht. Wir haben dann eine Schülergruppe gegründet und mit den jüngeren Klassen gearbeitet - und damit auch am UNICEF-JuniorBotschafter-Wettbewerb teilgenommen." Schon als Schüler trat Jochen Ahlswede der lokalen Hochschulgruppe bei, "weil man da besonders frei planen und arbeiten konnte".
Kein Einzelfall: In den UNICEF-Hochschulgruppen sind nicht nur Studenten aktiv. Sie sind offen für Schüler, Azubis und junge Berufstätige. Derzeit besteht der aktive Kern der Hochschulgruppe Hamburg aus etwa 20 Mitgliedern. "Es kommen immer neue dazu, andere gehen, weil sie umziehen oder Examen machen," sagt Jochen Ahlswede. Die Gruppe trifft sich einmal wöchentlich. "Aber es gibt auch Zeiten, da ist man fast jeden Tag im Einsatz. Das Gute ist, dass jeder sich projektweise engagieren kann – wie es gerade in den persönlichen Zeitplan passt."
Die Aktivitäten der Gruppe sind vielfältig und finden nicht nur im eigenen studentischen Umfeld statt. Ahlswede: "Das kann eine ganz spontane Spenden-Aktion sein wie in der Weihnachtszeit Waffeln zu verkaufen. Vor einiger Zeit haben wir einen Schülerlauf für "Schulen für Afrika" organisiert. Am "Weltkindertag" haben wir draußen Stationen zu verschiedenen Situationen aufgebaut, in die sich die Kinder hineinversetzen sollten. Wir haben zum Beispiel eine Reihe von Gegenständen ausgebreitet und gefragt: 'Was würdet Ihr mitnehmen, wenn Ihr jetzt fliehen müsstet?'"
Schwerpunkt der Hamburger Hochschulgruppe ist die inhaltliche Arbeit
In diesem Semester haben die Studenten eine Ringvorlesung zum Thema "Kinder in bewaffneten Konflikten" organisiert und dazu Referenten aus mehreren Organisationen eingeladen. Um andere anzusprechen, zu informieren und einzuladen, nutzen die jungen UNICEF-Unterstützer viele Wege: "Wir haben eine eigene Gruppe auf studiVZ gegründet. Die Online-Plattform ist ideal, um viele Freunde und Bekannte zu erreichen. Aber wir arbeiten auch ganz klassisch mit Plakaten und Flyern, um auf unsere Veranstaltungen und Projekte aufmerksam zu machen," sagt Jochen Ahlswede. Da muss dann jemand gefunden werden, der die Grafik übernimmt – umsonst natürlich.
Die Hochschulgruppe steht immer wieder vor neuen Herausforderungen. Für die Projekte sind Einfallsreichtum, Organisationstalent und auch mal der Mut zu improvisieren gefragt. Das macht es für Jochen Ahlswede besonders interessant: "Ich lerne viel, weil wir immer wieder vor Hürden stehen und Lösungen finden müssen. Man entwickelt sich persönlich weiter. Es ist ein tolles Gefühl, gemeinsam Ziele zu erreichen."
An seiner Arbeit für UNICEF schätzt der Student auch, dass er Menschen auf gleicher Wellenlänge trifft und sich viele neue Kontakte ergeben. Oft entstehen Freundschaften daraus. Und auch der Gedanke fasziniert ihn, "ein ganz kleiner Teil der Vereinten Nationen zu sein".
So können Sie mitmachen
An vielen Hochschulen sind Teams von Studenten ehrenamtlich für UNICEF aktiv. Sie führt das Interesse an Entwicklungspolitik und die Arbeit an konkreten Projekten zusammen. Studentinnen und Studenten, Azubis, junge Berufstätige sowie Schülerinnen und Schüler unterstützen so die lokale UNICEF-Arbeitsgruppe mit viel Elan und Kreativität - durch Sponsorenläufe für "Schulen für Afrika", Straßenaktionen, Vortragsreihen, Schul- und Informationsarbeit.
Die Hochschulgruppen suchen weitere Verstärkung - schaut doch beim nächsten Treffen in Eurer Stadt einfach einmal vorbei. Informationen und Adressen unter www.unicef.de

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