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Burkina Faso

Mehr Mädchen in die Schule

In der Klasse sitzen doppelt so viel Schüler wie in deutschen Schulen. Doch beim Vorlesen hören alle aufmerksam zu

Im Osten Burkina Fasos, 219 Kilometer von der Hauptstadt Ouagadougou entfernt, liegt Fada
N’Gourma. Hier leben rund 123.000 Menschen. UNICEF hilft in der Region, mehr Kinder in die Schule zu bringen. Zurzeit besucht in Burkina Faso nur jedes zweite Kind den Unterricht.

Zu den unterstützten Schulen gehört die Grundschule von Gomoré. Boniface Yidani, verantwortlich für die Grundschulen in Fada N’Gourma, erinnert sich: „Vor 2002 hatten wir kein Trinkwasser und keine getrennten Toiletten. Besonders für die Mädchen war das sehr unangenehm. Die Schule hatte auch keine Kantine. Um zwölf standen die Kleinen regelmäßig kurz vor dem Zusammenbruch, so groß waren  Hunger und Durst. Aber sie haben sich angestrengt, dem Unterricht zu folgen. Es war wirklich schrecklich.“

Fit fürs Lernen

UNICEF hatte Fada N’Gourma als Pilotregion ausgesucht, weil hier besonders viele Mädchen vom Schulbesuch ausgeschlossen waren. Im Rahmen des Projektes wurden in der Schule Gomoré eine Kantine eingerichtet und getrennte Toiletten für Jungen und Mädchen gebaut. Ein Wasserreservoir sorgt jetzt für frisches Wasser, und im neuen Schulgarten wird Gemüse angebaut.
Was die Gomoré-Schule noch auszeichnet: Die Schüler bestimmen mit, wie die Schule geführt wird. UNICEF half, Schülerclubs zu gründen. Die Jungen und Mädchen starteten 2004/5 eine Kampagne gegen Gewalt auf dem Schulgelände. Sie setzten sich dafür ein, für ihre Schule Bälle und andere Sportgeräte zu bekommen – mit Erfolg. Die Mitglieder der Schülerclubs engagieren sich auch dafür, dass in der Schule Hygiene, Disziplin und Sicherheit herrschen – besonders für die Mädchen.
Die Fortschritte sind deutlich sichtbar: Schon nach einem Jahr gab es an der Gomoré-Schule genauso viele Schülerinnen wie Schüler. In der gesamten Region verbesserten sich die Bedingungen für die Kinder. Und immer mehr Eltern lassen sich davon überzeugen, dass Bildung für Mädchen genauso wichtig ist wie für Jungen.

Quelle: UNICEF

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