Schulen für Afrika

Das tut UNICEF

In Malawi half UNICEF Schulen auszubauen, instand zu setzen und 572 Schulen mit Tischen, Bänken und Tafeln auszustatten.

Kinder in der Schule mehr

Daten und Fakten

72 Prozent aller Erwachsenen können lesen und schreiben. 75 Prozent der Schüler brechen die Grundschule ab.

Flagge Angola mehr

Projektreise nach Malawi

Ehrenamtliche UNICEF-Mitarbeiter besuchten "Schulen für Afrika"-Projekte in Malawi und berichten im UNICEF-Blog darüber.

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Malawi - Der Traum vom
eigenen Klassenraum

Maureen Kalulu ist acht Jahre alt und lebt heute in der Großstadt Blantyre im Südosten Malawis. Eigentlich kommt sie aus dem kleinen Dorf Nsanje, 100 Kilometer entfernt, dort wohnen ihre Eltern. Aber Nsanje gehört zu den ärmsten Gebieten Malawis, und dort gibt es keine Schule.

Schule unter freiem Himmel

Schule unter freiem Himmel ist keine Seltenheit in Malawi. In der Regenzeit fällt der Unterricht aus

Weil Maureen sich nichts mehr wünscht, als später einmal als Schreibkraft in einem Büro zu arbeiten, haben ihre Eltern sie fortgeschickt zur Großmutter nach Blantyre. Dort lebt sie jetzt gemeinsam mit ihren zwei Geschwistern und besucht schon die dritte Klasse der South Lunzu Primary School. Sie vermisst ihre Eltern, aber "ich weiß", sagt Maureen, "dass sie für uns auf eine gute Ausbildung und bessere Chancen im Leben hoffen".

Die Großstadt mit ihren rund 500.000 Einwohnern ist einer der wenigen Orte in Malawi, die über eine funktionierende Infrastruktur verfügen. Und trotzdem hat die Achtjährige kein Pult und keinen Stuhl. Und auch kein Schuldach über dem Kopf. Die älteren Schüler lernen unter einem Baum, denn bisher gibt es nur zwei Klassenzimmer. "Jeden Tag wird mein Kleid schmutzig," klagt Maureen. "Wenn es regnet, werden wir klitschnass, und manchmal ist es schrecklich kalt draußen. Und die Autos auf der Straße sind so laut, dass wir uns kaum konzentrieren können."

Insgesamt 2.300 Schüler hat Maureens South Lunzu Primary School. Das klapprige Gebäude wurde 1952 gebaut und ist vom Wetter gezeichnet: Lange Risse ziehen sich durch das Mauerwerk, im Boden klaffen riesige Löcher. Ein kleines Blockhaus mit nur zwei Klassenzimmern duckt sich zu Füßen des imposanten Ndirande-Berges. Immer wieder fegt der kalte Ostwind durch die Fenster und lässt die Kinder vor Kälte zittern. Der Lehrerin Esther Pondelani bereitet zudem die marode Bausubstanz große Sorgen. "Ich bin hin- und hergerissen, ob ich die Kinder nun hinausschicke in die Kälte und das Wetter oder die Gefahr in Kauf nehme, dass das Dach einstürzt und sie dann vielleicht verletzt werden."

Das tut UNICEF

Zum Unterricht drängen sich die Kinder auf dem kahlen Boden. Der Raum ist überfüllt, die Möbel sind spärlich. UNICEF hat mittlerweile auf dem Gelände zwei neue wetterfeste Schulblocks gebaut. Das bedeutet vier zusätzliche Klassenräume. Erst die Spenden der Kampagne "Schulen für Afrika" haben das möglich gemacht. "Aber wir brauchten dringend noch mehr Räume," sagt Jane Matuwisa, die eine achte Klasse unterrichtet. "Uns fehlen auch Tische und Stühle. Ich fühle mich gar nicht wohl dabei, die Kinder in so einer Umgebung lernen zu sehen."

Bisher hat UNICEF in Malawi schon 180 Klassenräume gebaut und weitaus mehr renoviert. Knapp 500 Schulen haben neue Bänke bekommen und 300.000 Kinder besitzen jetzt Hefte, Stifte, Schulbücher und eine kleine Sportausrüstung. Zudem wurde mit dem Bau von Trinkwasserbrunnen und Latrinen begonnen. Ab 2010 hilft UNICEF vor allem in den Provinzen Dedza, Lilongwe Rural, Blantyre Rural und Kasungu in Zentral- und Südmalawi. UNICEF plant zudem, Tausende neuer Lehrer auszubilden und Hunderttausende Kinder weiter mit Schulmaterial zu versorgen.

Mehr dazu

Die kleine Maureen, die auf dem Schulhof so leidenschaftlich gern Fangen spielt, erzählt, sie träume von dem Tag, an dem sie in ihrem eigenen Klassenraum lernen darf. Mithilfe der Kampagne "Schulen für Afrika" und anderer Partner ist dieser Tag vielleicht nicht mehr allzu fern.

Von Victor Chinyama

Quelle: UNICEF

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News & Infos

14. Oktober 2011 "Gib Deinen Zehnten"

Für die Vorweihnachtszeit hat "Schulen für Afrika"-Initiator Peter Krämer gemeinsam mit weiteren Organisationen eine neue Aktion gestartet: "Gib Deinen Zehnten". Mehr

Projektpartner

  • Hamburger Gesellschaft
  • Nelson Mandela Foundation
  • UNICEF

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