Schulen für Afrika

Das macht das Bildungsministerium in Malawi …

UNICEF arbeitet vor Ort mit Partnern zusammen – auch die staatlichen Behörden gehören dazu: Während einer Reise zu den Projektschulen in Malawi 2010 haben UNICEF-Mitarbeiter die Arbeit einer Regierungsvertreterin kennen gelernt. Karina Hoevener berichtet aus der Kamsuzi Grundschule.

Betty Mtsimuko | Foto: UNICEF

Auf dem Weg zur Kamsuzi Schule holen wir Betty Mtsimuko ab. Sie ist „Desk Officer for Mzimba North Education District“ vom malawischen Bildungsministerium, also eine Abteilungsleiterin für das Gebiet von Mzimba Nord im Bereich Bildung. Betty Mtsimuko arbeitet als Regierungsvertreterin eng mit UNICEF eng zusammen – ihre Aufgabe ist es etwa, die Schulen auszumachen und zu benennen, die mit dem Programm der „kinderfreundlichen Schulen“ gefördert werden sollen.

Allein in Bettys Bezirk gibt es 249 Grundschulen und 45 weiterführende Schulen. Sie erzählt, dass es ihr oftmals sehr schwer fällt, die Schulen auszuwählen, die von UNICEF im Rahmen des kinderfreundlichen Ansatzes unterstützt werden sollen. Viele Schulen haben Unterstützung verdient. Die meisten Schulen geben sich sehr viel Mühe, Mädchen in der Schule zu halten und dafür zu sorgen, dass sie auch die Schule abschließen.

Betty Mtsimuko kommt aus einer Familie mit zehn Kindern. Sie hat 1977 begonnen als Lehrerin zu arbeiten und wurde 1991 vom Bildungsministerium zur Beraterin für Grundschulen befördert. In dieser Position hat sie viele Schulen besucht. Seit 2001 ist sie District Officer für den Bezirk und koordiniert die Arbeit aller Grundschulen in Mzimba Nord. Es ist ungewöhnlich, dass sie als Frau in dieser Position arbeitet. Ihre Eltern haben sie sehr unterstützt: Auch der Vater war Lehrer, und ihre Mutter war bei einer Schule angestellt. Sie ist von Haus zu Haus gegangen, um den Müttern wichtige Dinge zu Ernährung und Haushaltsführung beizubringen. Alle zehn Kinder haben eine Ausbildung und einen Job. Betty ist 58 Jahre alt und hat fünf Kinder und drei Enkel. Sie ist ein Vorbild für viele Frauen, wie man auch bei dem Gespräch mit den Müttern in der Schule feststellen konnte. Ihre abschließenden Worte: „Wherever you are going: Say thank you to UNICEF, to our friends. “

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Projektpartner

  • Hamburger Gesellschaft
  • Nelson Mandela Foundation
  • UNICEF

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