Schulen für Afrika

Das tut UNICEF

In ausgewählten Regionen hilft UNICEF, Schulen mit Brunnen und Latrinen auszustatten.

Kinder vor einer Wasserpumpe mehr

Daten und Fakten

Nur 23 Prozent der Erwachsenen können lesen und schreiben. 793.000 Kinder im Grundschulalter gehen nicht zur Schule.

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Mali - Trinkwasser für Schulen

Adama Bamba ist gerade einmal zwölf Jahre alt - doch an seiner Schule ist er schon "Premierminister". Er und sein "Kabinett" sitzen in einem Klassenraum der Grundschule in Mougna im Distrikt Djenné und erklären ihren "Aktionsplan". Adama hört interessiert zu, sieht jedem direkt in die Augen und wählt seine Worte sorgfältig. Mit sanften Handbewegungen unterstreicht er, was ihm wichtig ist.

Seine Schule ist mit Unterstützung von UNICEF "kinderfreundlich" gestaltet worden. Die Schüler bestimmen mit, wie sie geführt wird. Darauf achtet die Schülerregierung, die aus fünf Jungen und vier Mädchen besteht. Sie arbeitet eng mit dem Schulbeirat zusammen, in dem der Direktor und führende Gemeindemitglieder sitzen.

Schüler mit Schulmaterial. Foto: UNICEF/2009/Pirozzi

Jeder Schüler hat von UNICEF einen Rucksack mit Füllern, Stiften, Linealen und weiterem Schulmaterial bekommen.

"Es gibt Probleme, die Schüler sogar viel besser lösen können als der Beirat", sagt Schuldirektor Salif Koné. "Zum Beispiel kosteten Besuche im Gesundheitszentrum früher Geld. Die Schüler haben ausgehandelt, dass Kinder heute umsonst behandelt werden."

Erfolge

Heute besuchen in Mali mehr Kinder eine Schule als je zuvor. 70,7 Prozent der Mädchen und 89,5 Prozent der Jungen werden eingeschult. Aber es bleibt eine große Herausforderung, noch mehr Mädchen in die Schule zu bringen und die Unterrichtsqualität zu verbessern. Dazu müssen die Schulen "kinderfreundlich" werden und die Bedürfnisse der Schüler berücksichtigen. Sie sollen die Kinder ermutigen, besonders jene, die in Gefahr sind, vorzeitig abzubrechen. Das sind vor allem Mädchen, sehr arme oder behinderte Kinder.

An der Grundschule in Mougna ist es gelungen, die Mädchen in der Schule zu halten. Der Farmer Nea Plea, der im Schulbeirat sitzt, erklärt warum: "Wenn eine Schülerin fehlt, gehe ich zu ihr nach Hause. Ich finde heraus, warum sie nicht da ist und versuche, sie in die Schule zurückzubringen." Auch einfache Verbesserungen wie getrennte Toiletten für Jungen und Mädchen tragen dazu bei, dass die Mädchen sich in der Schule wohl fühlen. "Früher hatten wir gemeinsame Latrinen", sagt Adama. "Jetzt sind die Latrinen der Mädchen etwas weiter weg vom Schulgebäude, weil die Mädchen ihre Privatsphäre brauchen."

Jede Klasse hat ihre eigene Seife und ihr Waschbecken, damit sich alle die Hände waschen können. Die Schüler sind auch verantwortlich dafür, dass ihre Schule sauber ist. "Jeden Freitag um 17 Uhr putzen alle die Schule, auch die Toiletten", sagt Adamo.

Die zehnjährige Safoura Sao ist "Anti-Diskrimierungs-Ministerin". Sie achtet besonders darauf, wie die Jungen mit den Mädchen umgehen. "Wenn ein Junge ein Mädchen schlägt, kommt es zu mir. Ich melde die Sache dem Schulbeirat, und dann werden die Eltern des Jungen informiert. Ich bin selbst geschlagen worden, bevor wir dieses System eingerichtet haben. Damals ist der Junge nicht gemeldet worden."

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14. Oktober 2011 "Gib Deinen Zehnten"

Für die Vorweihnachtszeit hat "Schulen für Afrika"-Initiator Peter Krämer gemeinsam mit weiteren Organisationen eine neue Aktion gestartet: "Gib Deinen Zehnten". Mehr

Projektpartner

  • Hamburger Gesellschaft
  • Nelson Mandela Foundation
  • UNICEF

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