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Mosambik

Wie eine Gemeinde Schule macht

Als Mitglied des Wasser-Komitees kümmert sich die 24-jährige Ivane darum, dass die Wasserversorgung gerecht organisiert wird

In der Limuila Grundschule hat sich das Leben in den letzten Jahren sehr verändert – seit UNICEF für Trinkwasser und neue sanitäre Anlagen gesorgt hat. „Wir haben sehr gelitten, weil es hier kein Wasser gab. Unsere Wasserflaschen haben nie gereicht. Nun haben wir Trinkwasser, wann immer wir wollen, und auch Wasser für die Toiletten“, sagt Mariamo. Die 13-Jährige besucht die vierte Klasse und ist glücklich über die Veränderungen an ihrer Schule: „Die alten Toiletten hatten kein Wasser, sie rochen übel, und Sitze gab es auch nicht. Jetzt haben wir getrennte Toiletten für Jungen und Mädchen mit sauberen Sitzen. Die Hände waschen können wir uns auch.“

Seit 2006 hilft UNICEF, im Distrikt Maganja da Costa Schulen und Gemeinden mit fließendem Wasser zu versorgen – mit Spenden aus der Kampagne „Schulen für Afrika“. Das ist ein wesentlicher Baustein des Programms „Kinderfreundliche Schulen“, das bis 2010 rund tausend Schulen in Mosambik erreichen soll. UNICEF hat die Gründung von Schulvereinen mit unterstützt, in denen sich Gemeindemitglieder, Schüler und Lehrer engagieren. „Ich habe gelernt, die Wasserpumpe zu warten. Wenn sie ausfällt, bestelle ich die nötigen Ersatzteile und repariere den Schaden“, sagt Salazar, einer der Väter, die mithelfen.
Ivane Alfredo wurde vor zwei Jahren in das Wasser-Komitee gewählt. „Ich sorge dafür, dass alles funktioniert und sauber ist“, sagt die 24-Jährige. Ivane hat zwei Kinder an der Limuila Grundschule, sie sammelt einen kleinen Beitrag von allen, die Wasser vom Brunnen holen. „Das Geld geht in einen Fonds, damit wir immer eine Rücklage für Ersatzteile haben“, erklärt sie. Wer nicht zahlen kann, beteiligt sich im Gegenzug an der Instandhaltung. „Seit wir den Brunnen haben, müssen wir kein Wasser aus dem Fluss mehr trinken. Dadurch gibt es viel weniger Cholera, Malaria und Durchfall. „Das Engagement der Gemeinde hat viele positive Effekte“, bestätigt auch Schulleiter Roben Falaquina. „Es kommen mehr Kinder in die Schule, auch immer mehr Mädchen, und die Kinder brechen seltener ab. Seit sich die ganze Gemeinde am Schulbetrieb beteiligt, läuft einfach alles viel besser.“

Quelle: UNICEF

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In Mosambik schließt nur jedes zweite Kind die Grundschule ab. UNICEF plant, in sieben Provinzen alle Grundschulen „kinderfreundlich“ zu machen.

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21,78 Millionen Menschen leben in Mosambik, 44 Prozent aller Erwachsenen können lesen und schreiben. 660.000 Kinder im Grundschulalter gehen nicht zur Schule.

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