Schulen für Afrika

Das tut UNICEF

Nach dem Völkermord von 1994 leben in Ruanda 860.000 Waisen und Halbwaisen.

Mukandayisenga holt Wasser mehr

Daten und Fakten

9,72 Millionen Menschen leben in Ruanda, 65 Prozent der Erwachsenen können lesen und schreiben.

Flagge Ruanda mehr

Ruanda - Mukandayisenga Geschichte geht weiter

Mukandayisenga ist jetzt 12 Jahre alt. Ihr Leben und das Leben ihrer drei Geschwister hat sich seit 2006 sehr verändert. Sie lebt jetzt nicht mehr im Haushalt ihrer beiden älteren Brüder und ihrer Schwester. Damals war das Leben als Vollwaisen für sie und ihre Geschwister sehr hart. Sie hatten kaum zu essen. Kleidung bekam Mukandayisenga von Klassenkameraden.

Mukandayisenga im Klassenzimmer

Mukandayisenga war acht Jahre alt, als sie dank "Schulen für Afrika" eingeschult werden konnte. Das war 2006. Die Journalistin Anne-Kristin Peter hat sie jetzt wiedergetroffen.

Eine neue Familie

Vor einem Jahr haben ein Onkel und eine Tante Mukandayisenga gefragt, ob sie mit in ihrer großen Familie leben möchte. Sie willigte ein. Schon nach kurzer Zeit kam eine Freundin der Familie zu Besuch. Diese Freundin erzählte von ihren eigenen Problemen: Dass sie verheiratet sei, aber keine Kinder bekommen könne. Onkel und Tante, die selber eine große Familie zu versorgen haben, überlegten, ob eines ihrer Kinder in den Haushalt der Freundin wechseln sollte. Die Freundin erklärte ihr Problem auch Mukandayisenga, die schließlich einwilligte, zu dieser Freudin zu ziehen.

Sie wurde in der neuen Familie sehr herzlich aufgenommen, getauft und gehört nun einer Baptisten-Gemeinde an. Ihre "neue Mutter", so nennt Mukandayisenga sie, sorgt für sie wie eine richtige Mutter. Sie kleidet sie auch ein und kauft Schulzeug, so dass Mukandayisenga nicht mehr auf die Hilfe von Klassenkameraden angewiesen ist. Mukandayisenga fühlt sich richtig zu Hause.

Schulfächer Kingarwanda, Englisch und Mathe

Mukandayisengas neue Familie lebt leider in einem anderen Dorf, so dass sie 2009 umziehen und auch die Schule wechseln musste. Sie geht jetzt in die dritte Klasse der Gyimbili Schule. Ihre Lieblingsfächer sind "Kinyarwanda" (Amtsprache in Ruanda), Englisch und Mathe. Später möchte sie einmal Krankenschwester werden. Zu Hause füttert sie gerne die Ziegen und putzt das Haus (das hat sie mir wirklich gesagt!). In ihrer Freizeit spielt sie am liebsten "Red Ball" und trifft sich mit ihren Freunden. Zuzeit lebt noch die Nichte ihres Stiefvaters mit in der Familie. Sie ist so alt wie Mukandayisenga und beide mögen sich.

Mukandayisengas Geschwister

Mukandayisengas Geschwistern geht es ebenfalls gut. Sie besucht sie fast jedes Wochenende. Ihr Bruder Manassé ist weggezogen und lebt jetzt bei einem Lehrer und seiner Familie. Ihre Schwester Niyiramana ist jetzt 19 Jahre alt und lebt alleine im alten Haus der Familie. Ihr Bruder Emanuel ist 23, verheiratet und Vater eines kleinen Jungen.

Mukandayisenga sagt, dass sie glücklich ist, wenn sie mit anderen Kindern spielen kann und wenn sie helfen kann, das Fleischgericht, das einmal pro Woche auf den Tisch kommt, zu kochen.

Quelle: Anne-Kristin Peter aus Ruanda, März 2010, für UNICEF

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14. Oktober 2011 "Gib Deinen Zehnten"

Für die Vorweihnachtszeit hat "Schulen für Afrika"-Initiator Peter Krämer gemeinsam mit weiteren Organisationen eine neue Aktion gestartet: "Gib Deinen Zehnten". Mehr

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  • Hamburger Gesellschaft
  • Nelson Mandela Foundation
  • UNICEF

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