Simbabwe - Die Shirichena Schule
Das Gebäude der Shirichena Grundschule in Mhondoro ist alt und heruntergekommen.
Witterung und andauernde Vernachlässigung haben Spuren hinterlassen, und unter der abgeblätterten Farbe der Wände scheint die rote Erde der Lehmziegel.
Juliet Chiriseni hilft mit, neue Klassenräume für die Shirichena Schule zu bauen
Es hat den Anschein, als hätte hier lange kein Kind mehr lernen können. Deshalb schicken viele Eltern ihre Kinder längst in andere Schulen. Juliet Chiriseni aber hat ihre Schwester in der Grundschule von Shirichena angemeldet. Sie glaubt, dass die Schule eine echte Chance hat, wenn sie und andere tatkräftig mithelfen.
"Ich lebe seit zehn Jahren hier, und die Zukunft der Schule sah wirklich düster aus. Nie wurde in den Klassenräumen etwas ausgebessert," sagt Juliet. "Es galt als sicher, dass die Schule bald schließen würde." Aber die Türen stehen immer noch offen, und jetzt können sogar mehr Kinder zur Shirichena Grundschule gehen. Denn UNICEF hat geholfen, neue Klassenräume zu bauen, und sie mit Tischen und Bänken ausgestattet.
"Vor zwei Jahren sind meine Eltern gestorben. Damals habe ich meine Schwester zu mir genommen und sie hier angemeldet, weil es die nächste Schule war. Ich habe immer befürchtet, ich müsste sie woanders hinschicken. Aber jetzt bin ich sehr glücklich, dass die Arbeit so gut vorangeht," sagt Juliet stolz.
Das tut UNICEF
Unterstützt von UNICEF und der Kampagne "Schulen für Afrika" haben Juliet und viele Eltern sehr viel Arbeit und Zeit investiert. Sie haben Lehmziegel besorgt und die Arbeit organisiert. So schafften sie es, einen kompletten Block mit zwei Klassenräumen zu bauen. Die gemeinsame Leistung hat sie so ermutigt, dass sie sich auf eigene Faust auch gleich daran machten, die alten Gebäude zu renovieren. Zweimal die Woche trifft sich Juliet mit den anderen, um Ziegel zu formen, Sand zur Schule zu karren und beim Bau neuer Klassenräume zu helfen. Mit der Hoffnung, die Bildungsträume ihrer Kinder wahr werden zu lassen.
"Das Leben ist hier für viele in unserer Gemeinde ein täglicher Kampf, aber wir wünschen unseren Kindern gute Schulen. Wir haben so viel Arbeit und Zeit in das Gebäude gesteckt, weil wir fest an die großen Vorteile für unsere Kinder glauben," erzählt Juliet.
UNICEF hat die Shirichena Grundschule auch mit Bänken und Tischen für fünf Klassenräume, einem Jahresvorrat an Papier und Stiften unterstützt. Die Kinder erhielten auch Schulbücher für Englisch, Mathematik und Umweltschutz sowie Lernmaterial zum Thema AIDS. Landesweit hilft UNICEF dabei, 75 Schulen mit zusätzlichen Klassenräumen zu unterstützen. 150 Schulen erhielten bereits Bänke und Tische. Diese Hilfe ist für Schüler im krisengeschüttelten Simbabwe wichtig.
Von Tapuwa L. Mutseyekwa
Quelle: UNICEF


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