Elf Länder – ein Ziel
Bildung als Chance für Millionen Kinder
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Unterstützung für Mädchen und Waisen
Besonders betroffen sind die Mädchen, die meist früh mit arbeiten müssen oder bereits als Teenager verheiratet werden. Eine folgenschwere Entwicklung: Ist die Mutter nicht zur Schule gegangen, verdoppelt sich für ein Kind das Risiko, ebenfalls keinen Unterricht zu erhalten. Eine gute Grundbildung für alle Mädchen ist für eine Gesellschaft besonders wichtig: Frauen mit Bildung heiraten meist später, bekommen weniger Kinder und können diese besser versorgen. Die Kindersterblichkeit sinkt, je länger die Mütter zur Schule gehen. Und Mädchen mit Schulbildung sind selbstbewusster und damit weniger gefährdet, misshandelt, sexuell missbraucht oder ausgebeutet zu werden.
Rund zwölf Millionen Kinder sind allein im südlichen Afrika durch die Ausbreitung von AIDS zu Waisen geworden. Wenn die Eltern erkranken, nicht mehr arbeiten können und ärztliche Hilfe brauchen, wird der Schulbesuch der Kinder häufig unbezahlbar. Vor allem die Mädchen müssen häufig die Schule abbrechen, um zunächst die kranken Eltern zu versorgen und sich nach deren Tod um die Geschwister zu kümmern.
Kinderfreundliche Schulen
UNICEF will, dass alle Kinder zur Schule gehen und sie erfolgreich abschließen können. Dafür müssen die Schulen „kinderfreundlich“ werden. Eine kinderfreundliche Schule stellt die Bedürfnisse des Kindes in den Mittelpunkt. Sie will jedem Kind eine schützende Umgebung bieten, in der es seine Fähigkeiten entwickeln kann.
Wichtige Bausteine dafür sind gute Ausstattung und moderne Lehrmethoden, die sich am Alltag der Kinder orientieren und sie aktiv einbeziehen. UNICEF hilft Lehrern, Eltern und Vertretern lokaler Gruppen, sich gemeinsam für Bildung zu engagieren, und setzt sich bei den Bildungsbehörden dafür ein, wichtige Inhalte wie Hygiene und den Schutz vor Krankheiten wie HIV/AIDS in die Lehrpläne aufzunehmen. Im Unterricht und in den Schulbüchern sollen Mädchen als gleichwertig behandelt werden. Gemeinsam mit den lokalen Behörden übernehmen die Gemeinden Verantwortung dafür, das Recht auf Bildung für jedes Kind zu verwirklichen. Häufig treiben die Schulen so die gesamte Dorfentwicklung voran und verbessern die Situation der Kinder umfassend.
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So hilft UNICEF
- Schulen bauen
UNICEF hilft, verfallene Klassenräume wieder herzurichten oder neue zu bauen. Die Dorfgemeinschaft fasst mit an und engagiert sich für die Instandhaltung. - Für Trinkwasser und Latrinen sorgen
UNICEF sorgt für sicheres Trinkwasser sowie einfache Latrinen an den Schulen. Das schützt die Kinder vor Krankheiten. UNICEF vermittelt außerdem wichtige Hygieneregeln. - Unterrichtsmaterial bereitstellen
UNICEF versorgt Schüler und Lehrer mit dringend benötigten Büchern, Heften und Lehrmaterial. Für die Klassenzimmer stellt UNICEF Bänke, Tische und Tafeln bereit. - Lehrer ausbilden
UNICEF schult die Lehrer, damit sie ihren Unterricht kindgerechter gestalten und besser auf die Kinder eingehen. Schulleiter erhalten Hilfe, um den Schulbetrieb gut zu organisieren. - Gesundheit fördern
An vielen Schulen fördert UNICEF regelmäßige Untersuchungen und Impfungen. Aufklärung im Unterricht hilft, die Kinder vor Gefahren wie AIDS zu schützen. - Benachteiligte Kinder unterstützen
UNICEF hilft auch, Solidarität und Hilfsbereitschaft unter den Schülern zu stärken. So unterstützt UNICEF Schülerclubs, in denen die Kinder sich nachmittags treffen können.





