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Nelson Mandela

Der lange Weg zur Freiheit

Pretoria – „Der lange Weg zur Freiheit“ hat Nelson Mandela seine 1994 erschienene Autobiografie genannt. 27 Jahre lang verbrachte der am 18. Juli 1918 geborene südafrikanische Freiheitsheld und Nobelpreisträger als politischer Gefangener in Haft. Dann war der Widerstand des weißen Apartheid-Regimes in seiner Heimat Südafrika endlich gebrochen. Mandela, von 1994 bis 1999 der erste schwarze Präsident des Landes, gilt neben Martin Luther King und Malcolm X als wichtigster Vertreter im Kampf gegen die weltweite Unterdrückung der Schwarzen. Er war einer der wichtigsten Wegbereiter des versöhnlichen Übergangs von der Apartheid zu einem gleichheitsorientierten, demokratischen Südafrika. 1993 erhielt er den Friedensnobelpreis. 

Nelson Mandela wurde von seinem Vater auf den Namen Rolihlahla getauft, was so viel wie „Unruhestifter“ bedeutet. Er stammt aus dem Volk der Xhosa. Nelson Mandela erinnerte sich später an eine glückliche, naturverbundene Kindheit. Nach Schulzeit und College kam Mandela 1937 an die methodistische Missionsschule in Healdtown. Erst jetzt mit 19 Jahren, so Mandela in seiner Autobiografie, wurde ihm seine Identität als Afrikaner bewusst.

Mit 21 Jahren schrieb sich Nelson Mandela im Missions-College von Fort Hare in der östlichen Kap-Provinz ein. Wie Healdtown war Fort Hare einer der Ursprungsorte der Opposition gegen die politische Vormachtstellung der Weißen in Südafrika. Viele Afrikaner, die Jahre später im politischen Widerstand eine führende Rolle spielen sollten, erhielten hier ihre akademische Ausbildung. In Fort Hare und später in Johannesburg engagierte sich Mandela bereits als junger Jura-Student in der politischen Opposition gegen das weiße Minderheitsregime und dessen Weigerung, der schwarzen Mehrheit des Landes politische, soziale und wirtschaftliche Rechte zu gewähren. 1942 trat er dem African National Congress (ANC) bei, zu dessen führenden Persönlichkeiten er bald gehörte. So lenkte er die Widerstandskampagne des ANC von 1952 und den Congress of the People (Volkskongress) von 1955, dessen Verabschiedung einer Freiheitscharta die Basis der Anti-Apartheid-Aktivitäten bildete. 

Im März 1960 wurden in Sharpeville 69 Schwarze bei einer friedlichen Demonstration von Polizisten erschossen. Nelson Mandela, ursprünglich ein bekennender Vertreter des Gewaltverzichts, akzeptierte daraufhin die Notwendigkeit des bewaffneten Kampfes gegen die Apartheid. 1961 wurde er Anführer des bewaffneten Flügels des ANC. Im August 1962 wurde Mandela verhaftet und zu fünf Jahren Gefängnis wegen illegaler Auslandsreisen und Aufrufs zum Streik verurteilt. Nur zwei Jahre später, am 12. Juni 1964, verurteilte Richter Quartus de Wet im Rivonia-Prozess Nelson Mandela und sieben weitere Mitstreiter zu lebenslanger Haft wegen Sabotage und Planung des bewaffneten Kampfes - nach acht Monaten Verhandlungen. 

18 Jahre lang, bis zum 31. März 1982, wurde Mandela auf der Gefängnisinsel Robben Island im Atlantischen Ozean vor Kapstadt gefangen gehalten. In dieser Zeit wurde er zum Symbol des Widerstandes gegen die weiße Herrschaft. Es folgten weitere acht Jahre Inhaftierung in anderen Gefängnissen. 

Im Februar 1985 lehnte Mandela das Angebot einer Freilassung ab, da sie an die Bedingung geknüpft war, auf den bewaffneten Kampf zu verzichten. Am 11. Februar 1990 gab der damalige weiße Staatspräsident F. W. de Klerk dem internationalen Druck nach und entließ Mandela aus der Haft. Noch am Tag seiner Freilassung leitete Nelson Mandela in einer Rede vor 120.000 Zuhörern im Stadion von Soweto seine Politik der Versöhnung ein. Er rief hier „alle Menschen, die die Apartheid aufgegeben haben“ zur Mitarbeit an einem „nichtrassistischen, geeinten und demokratischen Südafrika mit allgemeinen, freien Wahlen und Stimmrecht für alle“ auf.

Mandela und de Klerk erhielten 1993 gemeinsam den Friedensnobelpreis. 1994 gewann der ANC die ersten demokratischen Wahlen, und am 9. Mai wurde Nelson Mandela vom neuen Parlament zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt. Als Staatschef und Präsident des ANC vom Juli 1991 bis Dezember 1997 prägte Mandela die Umgestaltung von Staat und der Gesellschaft und gewann internationalen Respekt für sein Eintreten für nationale und internationale Versöhnung. Nach seinem Rücktritt als Präsident im Juni 1999 war Mandela als Anwalt für soziale und Menschenrechtsorganisationen tätig. Im August 1999 gründete er die Nelson-Mandela-Stiftung, die sein Werk fortführen soll. 

Neben dem Friedensnobelpreis erhielt Nelson Mandela eine Reihe weiterer wichtiger Auszeichnungen, darunter 1988 den Menschenrechtspreis der Vereinten Nationen. 1990 erhält er Indiens höchsten zivilen Orden, den Bharat Ratna, und im Jahr 2002 die höchste zivile Auszeichnung in den USA, die Freiheitsmedaille („The Presidential Medal of Freedom“). Nelson Mandela ist mit Graça Machel, der ehemaligen Gesundheitsministerin von Mosambik, verheiratet.

Peter Krämer

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Was bewegt den Hamburger Reeder, Zeit, Energie und Millionen für die Kinder Afrikas einzusetzen?

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Regine Stachelhaus

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"Wer Kindern hilft, verändert die Welt", sagt die Geschäftsführerin von UNICEF Deutschland.

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